Was ist Kinesio-Taping?
Der Therapeut bringt elastische, dehnbare Klebestreifen auf die Haut auf. Die Position und die Form der Klebestreifen (Tapes) orientieren sich am Befund bzw. an der Schmerzwahrnehmung des Patienten.

Bei dem Tape handelt es sich um ca. 5 cm breite, elastische und selbstklebende Streifen auf Baumwoll-Basis. Für die jeweilige Anlagetechnik wird das Tape vom Therapeuten individuell zurecht geschnitten. Übrigens trifft die für das Taping verwendete Farbe (es gibt das Tape in Blau, Pink, Schwarz und Hautfarben) keine Aussage über Befund oder Anlagetechnik, sondern wird nach den persönlichen Vorlieben des Patienten ausgewählt.

Das Kinesio-Taping erfreut sich momentan großer Beliebtheit und hat auch durch seine Präsenz bei den Olympischen Spielen 2012 (viele Athleten trugen das „schmucke“ Therapie-Tape) an Bekanntheit hinzugewonnen. Es kursieren verschiedene Bezeichnungen, die im Kern aber dieselbe Behandlungsform bedeuten: K-Taping, Kinematic-Taping, Chiro-Taping, Pino-Taping, Medi-Taping, Kinesiology-Taping und Dolo-Taping.

Wie wirkt das Kinesio-Taping?
Durch das Tape, das unter sanfter Spannung aufgebracht wird,  hebt sich die Haut leicht von den darunter liegender Gewebeschichten (z.B. Muskeln, Faszien und Bändern) ab.  Dadurch bewegt sich die Haut bei Bewegung gegen diese Schichten (da sie durch die Spannung bei Bewegung Falten wirft) und sorgt für mehr Raum dazwischen. Die Blutzirkulation kann sich so verbessern und ein günstigeres Terrain für den Stoffwechsel schaffen.

Außerdem werden Rezeptoren (Messfühler) in der Haut gereizt, mit der Folge einer entsprechenden  Veränderung der Spannung der darunter befindlichen Weichteile wie Muskeln, Faszien und Bändern.

Wie lange hält so ein Tape?
Je nach Beanspruchung des Materials und Beschwerden 5 Tage bis 2 Wochen. Mit den Tapes kann geduscht und gebadet werden.

Ein paar Anwendungsbeispiele:

Gelenkverletzungen

Haltungsschwächen

Tennisarm

Kopfschmerzen

Rückenschmerzen

Hämatome („blaue Flecken“)

Kosten
Je nach Größe des Kinesio-Tapings berechnen wir zwischen 5,- und 25,- Euro. Ihr behandelnder Therapeut kann Ihnen die Kosten nach Schilderung Ihrer Symptomatik nennen.

Die Kosten werden von den Kassen derzeit leider nicht erstattet und sind somit privat zu begleichen.